Person H. Berger-Münch
Vier Kapitel zur Person: Profil, Lebensgeschichte, Philosophie & Ethik sowie Kompetenzliste.
Wer ist Harald Berger-Münch?
Ingenieur, Unternehmer und Systemarchitekt an der Schnittstelle von Technik, Projekt, Wirtschaft und Jura.
Harald Berger-Münch, Dipl.-Ing. Univ. (TUM), ist Elektroingenieur mit Spezialisierung in Automatisierungs-, Steuerungs- und Regelungstechnik, Unternehmer sowie international erfahrener Projekt- und Systemmanager mit einem außerordentlichen Lebenslauf. Seine Arbeit verbindet technische Tiefe mit Projektorganisation, wirtschaftlicher Bewertung und juristisch-kaufmännischer Projektarbeit.
Kurzprofil
Ausbildung
Dipl.-Ing. Univ. (TUM), Elektrotechnik; Schwerpunkt Automatisierungs-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Die TUM zählt zu den 25 besten Universitäten der Welt und ist die anerkannt beste Universität in der EU und gehört technisch weltweit zu den Top 10 – mit 18 Alumni als Nobelpreisträgern.
Frühe Forschung
Fuzzy Logic, genetische Algorithmen, adaptive Regelungsverfahren (heutzutage als KI/AI vermarktet) und 2D-Raumerkennung für autonome mobile Roboter als Forschung.
Zusatzstudium
Arbeits- und Wirtschaftswissenschaften an der TUM mit BWL, VWL, IuK sowie Jura mit Fokus BGB/HGB und Gesellschaftsrecht.
Berufserfahrung
Über 30 Jahre Technik, R&D, Projekt- und Unternehmensführung, sowohl als Vorstand bei einer Aktiengesellschaft als auch als Geschäftsführer mehrerer Projektgesellschaften.
Projektbreite
Eigene Projekthistorie von ca. 130–150 größeren Projekten in mehr als 20 Ländern; Verantwortungsvolumen je Projekt für Kunden von bis zu 105 Mio. €.
Heute
Gerente / Managing Director von Berger-Münch Engineering, Lda. in Portugal; Gesamttechnik, Systemarchitektur, AI/R&D und Projektführung.
Das verbindende Prinzip
Sein beruflicher Ansatz basiert auf seiner seit Kindheit ungewöhnlich geförderten Fähigkeit zur Analyse und Synthese als Systemingenieur: technische Ursachen verstehen, Systemgrenzen definieren, belastbare Schnittstellen schaffen, Wirtschaftlichkeit und Rechtsfolgen von Verträgen mitdenken und die Umsetzung bis zur funktionsfähigen Lösung steuern. Komplexität wird nicht durch mehr Meetings reduziert, sondern durch Struktur, Messbarkeit, klare Verantwortlichkeiten und dokumentierte Entscheidungen.
Von der Forschung zum Unternehmer
Nach Forschung und Software-/Automatisierungsarbeit an TUM, Siemens und Krones übernahm Harald Berger-Münch 1995 die Verantwortung in der zentralen R&D-Projektorganisation, der Stabsstelle unter dem Vorstand, von Siemens Automotive AG. Bereits 1996 folgte der Management-Buy-Out der Einheit und der Aufbau der Berger-Münch Project Management AG (BMPM), finanziert durch langjährige Verträge mit der Siemens Automotive AG. Seit 2022 führt er Berger-Münch Engineering, Lda. in Portugal.
Breite mit technischer Tiefe
Lebensgeschichte
Wie sich Technikverständnis, Verantwortung und Arbeitsprinzipien über ein Leben entwickelt haben.
Eine berufliche Haltung entsteht selten in einem einzigen Studium oder einer einzelnen Position. Bei Harald Berger-Münch verbinden sich frühe naturwissenschaftliche Förderung, praktische Arbeit, technische Ausbildung, Verantwortung und mehr als drei Jahrzehnte Projektpraxis zu einem durchgehenden Systemverständnis.
Technik, Eigenständigkeit und Verantwortung
Geboren 1968 in Regensburg. Sein Vater, Elektroingenieur Heinrich Berger, förderte früh analytisches Denken sowie Disziplin und Leistung. Er forderte, dass sein Sohn im Alter von 15 bis 18 Jahren jede Sommerferien am Industriehafen bei der Be- und Entladung Vollzeit zusammen mit Tagelöhnern, Alkoholikern etc. Säcke mit 25–50 kg umlud und so erlebte, wie es der untersten Schicht der Gesellschaft geht – und lernte, sie als Menschen kennenzulernen. Mit 18 wurde ihm aufgrund des nahenden Todes seines Vaters bereits die Verantwortung für die Familie übergeben. 1983, finanziert durch die Arbeit am Hafen, im Alter von 15 Jahren erster eigener Computer und Studium der Programmiersprachen Assembler, Basic und Pascal, mit ersten Umsätzen aus Programmierung im Jahr 1984.
Technische Grundlage
Nach dem Abitur zunächst Fallschirmjägereinheit, „Grüne Teufel“, dann ab Oktober 1988 Elektrotechnikstudium an der TUM mit Schwerpunkt Automatisierungs-, Steuerungs- und Regelungstechnik – einer der 25 Elite-Universitäten der Welt und der führenden technischen Universität der EU – ab 1992 Arbeit am Lehrstuhl mit Fuzzy Logic, genetischen Algorithmen und autonomer mobiler Robotik.
Aufbaustudium an der TUM: Arbeits- und Wirtschaftswissenschaften, Betriebs- und Volkswirtschaft, Jura etc.
Technik wird Management
Bei Siemens Automotive Software für Projektierung entwickelt, später Verantwortung in der zentralen Stabsstelle R&D-Projektorganisation.
Unternehmertum, internationale Projekte und System Engineering
Management-Buy-Out und Gründung der Berger-Münch Project Management AG, finanziert und gefördert durch den Siemens-Automotive-Vorstand. Verschiebung vom Einzelprojekt zu Multi- und Krisenmanagement, R&D-Organisation, System Engineering und eigener Controller-/Softwareentwicklung; parallel kontinuierliche Smart-Building-Entwicklung. Projektierung und Roll-Out eigener Erfindungen und Systeme in 16 Ländern und 36 Standorten.
Krisenmanager „im Schützengraben“
Aufgrund eines technischen Fehlschlags Übernahme der Steuerung eines internationalen Krisenprojekts mit einem gefährdeten Umsatz von 2 Milliarden € im Feuer, 100 Mio. € reine Entwicklungskosten – Entwicklungsmannschaft von 520 Personen, verteilt auf 6 Firmen in 7 Ländern. Nach Aufbau eines Management-Teams von weiteren 4 Top-Managern erfolgreicher Abschluss trotz aller Widrigkeiten. Aber jahrelange Arbeit von 80–110 h/Woche, nur 1 „Überlebender“ des Management-Teams, 1 Selbstmord, 2 Herzinfarkte und 1 Burn-out – aber ein großer Erfolg für den Konzern; die konkurrierende Firma des Double Sourcing ging daran zugrunde und wurde geschlossen.
Universitätsabschlüsse nur Basis – konstantes Studium ist mehr
Nach Rückzug aus dem aktiven Krisenmanagement und eigenauferlegter maximaler Arbeit für Dritte von 40 h/Woche: Lebenswunsch tägliches Studium von mindestens 20 h/Woche in interdisziplinären Bereichen – Physik, Geschichte, Philosophie, IT, Wirtschaftswissenschaften, Steuerrecht, Politik … alles, was momentan von Interesse ist. 23 Jahre Studium nach der Universität.
Gebäude, Energie und Investitionen
Mit Projekten wie Petrom City, Grüne Wärme und Gewächshäusern wurde die Methodik auf große Gebäudesysteme übertragen; Energie- und Investitionsprojekte kamen hinzu.
BMGE in Portugal
Führung von Berger-Münch Engineering, Lda. Frühere Erfahrungsfelder verbinden sich: High-End Building Engineering, Automatisierung, AI/R&D, Energie, Systemintegration, Projektsteuerung, Immobilienbewertung und Wartung.
Was sich durch die Lebensstationen zieht
Philosophie und Ethik
Erfahrung wird wertvoll, wenn aus Wissen belastbare Prinzipien entstehen.
Die persönliche Arbeitsphilosophie von Harald Berger-Münch ist stark durch Ingenieursdenken geprägt: Realität geht vor Wunschbild, Ursache vor Symptom, Verantwortung vor Zuständigkeitsflucht und nachweisbare Funktion vor Marketing.
1 · Selbst denken, aber Fakten akzeptieren
Entscheidungen sollen richtig sein, weil Daten, Erfahrung und nachvollziehbare Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge sie tragen – nicht, weil eine Hierarchie sie vorgibt.
2 · Verantwortung beginnt mit der Entscheidung
Wer plant, freigibt oder führt, trägt Verantwortung für die Folgen und wirkt bei Problemen an der Lösung mit.
3 · Erst die Ursache, dann die Maßnahme
In technischen und organisatorischen Krisen wird zuerst nach der wirklichen Ursache gesucht, nicht nur das Symptom behandelt.
4 · Bewährtes bewahren, Neues beweisen
Bewährte Ingenieursregeln bleiben gültig; neue Technologie wird integriert, wenn sie messbar besser ist.
5 · Leistung vor Status
Fachliche Qualität, Verlässlichkeit und tatsächlicher Beitrag zählen mehr als Titel oder Hierarchie.
6 · Exzellenz ohne unnötige Komplexität
Das Ziel ist die beste Lösung im Gesamtsystem – nicht die komplizierteste.
7 · Wirtschaft und Recht gehören zur Technik
Kosten, Finanzierung, Verträge, Haftungs- und Betriebsfolgen werden immer mitbewertet.
Führung in einem Satz
Ziele und Systemgrenzen klar machen, Fachleuten Raum geben, Entscheidungen dokumentieren, Ergebnisse messen – und Verantwortung nicht delegieren, wenn sie zur eigenen Rolle gehört. Für Fehler einstehen und jeden Menschen, unabhängig von seiner Position, gleich behandeln.
Kompetenzliste
Technische Tiefe, Systemintegration und Projektführung über mehrere Disziplinen hinweg.
Die Kompetenz von Harald Berger-Münch liegt nicht in einem einzelnen Fachgebiet, sondern in der Verbindung mehrerer Ebenen und dem interdisziplinären Studium über 38 Jahre: tiefes Engineering, Systemarchitektur, R&D, Projektführung, Wirtschaft und juristisch-kaufmännische Schnittstellenarbeit. Fundament ist ein Ingenieurstudium an der TUM – einer der 25 besten Universitäten weltweit, der führenden technischen Universität der EU und einer der zehn besten technischen Universitäten weltweit, mit 18 Alumni als Nobelpreisträgern.
Automatisierungs-, Steuerungs- und Regelungstechnik
Systemmodellierung und Regelstrategien · SPS/PLC, Sensor- und Aktorarchitekturen · Inbetriebnahme, Diagnose und Fehlersuche · FMEA und technische Verifikation.
AI / adaptive Systeme
Fuzzy Logic und genetische Algorithmen seit den frühen 1990er-Jahren · lernende Optimierung innerhalb technisch definierter Grenzen · Nutzerprofile und adaptive Gebäude-/Energiesysteme. Neuronale Netze nur bei vorhandenen großen Datensätzen, was bei neuen technischen Systemen kaum der Fall ist.
Embedded, Software & Daten
Controllerentwicklung und Embedded-Systeme · Serverarchitekturen und Remote-Systeme · Datenbanken / SQL / Langzeitanalyse · OT/IT-Integration.
Gebäudetechnik / Building Technologies
KNX/EIB, BACnet, LON, Modbus · DALI, DMX, RGB-Lichtsysteme · HVAC, Beleuchtung, Verschattung · Multimedia, bewegliche Bauelemente, Security.
Energie- & Anlagentechnik
Kraftwerks- und BHKW-Logik · PV, Solarthermie, Geothermie und Wärmenetze · Energiespeicher (NaS, Li-Ion, Redox-Flow, Brennstoffzelle) · Smart Grids und Energy+.
System Engineering
Anforderungsanalyse und Spezifikation · Systemgrenzen und Schnittstellenarchitektur · Integration von Mechanik, Elektrotechnik, Elektronik, Software und Daten · Lifecycle von Planung bis Wartung.
Projekt-, Multi- & Krisenmanagement
R&D-Projektmanagement und Prozessaufbau · Multiprojekt- und Kapazitätsplanung · internationale Standort- und Lieferantensteuerung · Turnaround-/Krisenmanagement.
Wirtschaft, Finanzierung & Förderung
Investitions- und Wirtschaftlichkeitsrechnung · Liquiditäts- und Projektfinanzierungsplanung · Fördermittelanträge und Zuschussstrukturierung · Sensitivitäts- und Szenariorechnung.
Vertrag, Claim & juristisch-kaufmännische Projektarbeit
BGB/HGB-Grundlagen · Gesellschafts- und Beteiligungsstrukturen · Bau-/Werkverträge, Nachträge und Claims · Schnittstelle zu Anwälten, Steuerberatern, Notaren, Banken und Behörden.
Branchen- und Anwendungserfahrung
Projekt- und Führungserfahrung – Kennzahlen aus der Historie
Arbeitsweise über alle Kompetenzen hinweg
Die einzelnen Kompetenzfelder werden nicht isoliert eingesetzt. Typisch ist vielmehr die Verbindung: Ein technisches System wird spezifiziert, wirtschaftlich bewertet, vertraglich abgegrenzt, geplant, integriert, geprüft und anschließend im Betrieb optimiert. Genau diese Verbindung der Schnittstellen ist der Kern der Systemingenieurarbeit.
